Upstalsboom

Aurich

Etwa drei Kilometer vom Stadtkern Aurich entfernt biegt man im Ortsteil Rahe von der Landstraße nach Oldersum nach rechts in die Straße „Zum Upstalsboom“ ab.

Etwa drei Kilometer vom Stadtkern Aurich entfernt biegt man im Ortsteil Rahe von der Landstraße nach Oldersum nach rechts in die Straße „Zum Upstalsboom“ ab. Zu Fuß kann man dann auf einer Allee einen Hügel erreichen, auf dem eine steinerne Pyramide steht. Hier, auf der Geest auf einer durch die letzte Eiszeit aufgestauten Höhe, war die Versammlungsstätte der Abgesandten der friesischen Landesgemeinden, der "„Sieben Seelande"“, die sich zu einem Bund zusammengeschlossen hatten. Hier wurde vom 12.-14. Jh. Recht gesprochen und die Einheit und Freiheit Frieslands beschworen. Der Hügel stammt, das haben Grabungen ergeben, schon aus einer früheren Zeit. Man fand ein Damaszenerschwert, Glasperlen und drei eiserne Messer aus Bestattungen aus der Zeit um 800. Es handelt sich also um einen Grabhügel, wahrscheinlich den einer bedeutenden Familie. Im östlich an den Hügel angrenzenden Gelände konnte eine zeitgleiche Kulturschicht ergraben werden. Der Name „Upstalsboom“ stammt wahrscheinlich aus späterer Zeit. Er leitet sich nach neuesten Erkenntnissen von "Upstal", eingezäuntes Flurstück, ab. Hier wurde das entlaufene Vieh der Allmende, des gemeinsamen Weidegebietes der Dorfgemeinschaft, aufgestallt. Bei dem "Boom" handelte es sich um ein bearbeitetes Rundholz (z.B. Schlagbaum), das hier vielleicht zum Anbinden des Viehs stand.

Und wo in Aurich genau?