Verringerung von Lichtverschmutzung
Verringerung von Lichtverschmutzung

INTERREG V A-Projekt Watten-Agenda 2.0

Verringerung von Lichtverschmutzung

Inhalt des Arbeitspaket

Neben der aktuell intensiv diskutierten Verschmutzung und Vermüllung der Meere wird auch die Lichtverschmutzung ein immer größer werdendes Problem. Hell beleuchtete Hafen- und Industrieanlagen, Positionslampen von Windkraftanlagen, touristische Einrichtungen und Bauwerke sind nur einige Beispiele. Sie führen dazu, dass Orte der völligen Dunkelheit, die z. B. einen ungestörten Blick auf den nächtlichen Sternenhimmel erlauben, immer seltener werden. Im Rahmen dieser Maßnahme sollen Bewusstsein geschaffen werden für die Ursachen von Lichtverschmutzung sowie konkrete Vorschläge für die Minimierung von Lichtverunreinigungen erfasst und kommuniziert werden. Darüber hinaus werden Möglichkeiten und Orte/Lichtschutzzonen entwickelt bzw. festgelegt, wie und wo der Nachthimmel noch ungestört beobachtet werden kann.

 

Sternenpark Spiekeroog

Im Jahr 2018 führte Dr. Andreas Hänel, Astronom und Sprecher der Fachgruppe Dark Sky der Vereinigung der Sternfreunde Kommission, Lichtmessungen im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer durch. In diesem Zusammenhang wurde er auf Spiekeroog aufmerksam. Weitere Messungen im Jahr 2019 dokumentierten, dass es sich bei der Insel Spiekeroog um einen der dunkelsten Orte an der niedersächsischen Küste handelt. Um dieses immer seltener werdende Naturschauspiel zu bewahren und auch touristisch erlebbar zu machen, möchte sich die Inselgemeinde Spiekeroog in Zusammenarbeit mit dem Nationalparkverwaltung als Sterneninsel auszeichnen lassen.

Am 11. September 2019 fand im Rathaus der Gemeinde Spiekeroog das erste offizielle Treffen der Arbeitsgruppe „Sterneninsel Spiekeroog“ statt. Teilnehmer waren der Bürgermeister von Spiekeroog, der Bereichsleiter Tourismus der Nordseebad Spiekeroog GmbH, ein engagiertes Vermieterehepaar, Dr. Andreas Hänel, der Insel-Ranger und eine Mitarbeiterin der Nationalparkverwaltung. Im Anschluss hielt Dr. Andreas Hänel im Inselkino einen öffentlichen Vortrag zum Thema Lichtverschmutzung, zu den spezifischen Ergebnissen der Lichtmessung sowie zur Sterneninsel Spiekeroog. Im Anschluss daran diskutierten die Teilnehmer über die Einrichtung eines möglichen Sternenparks auf der Insel. Auch wenn hierfür einige Herausforderungen zu meistern wären, sind die Akteure hinsichtlich einer tatsächlichen Umsetzung optimistisch. Ein entsprechender Antrag soll mittelfristig auf den Weg gebracht werden. Das erforderliche Leuchtenkataster wurde im Dezember 2019 bereits erstellt.

Wissenstransfer Lichtverschmutzung

Die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer initiierte einen grenzübergreifenden Erfahrungsaustausch im niederländischen Dark Sky Park Lauwersmeer. Der Nationalpark Lauwersmeer erhielt bereits im Oktober 2016 den Titel Dark Sky Park. Hintergrund dieser Zusammenkunft am 15. und 16. Januar 2020 waren Bestrebungen zur Anerkennung Spiekeroogs als Sterneninsel. Auch auf dem Festland bestand Interesse an Maßnahmen gegen Lichtverschmutzung. Das Treffen vermittelte Fachwissen zu Status und Einrichtung von Sternenparks in beiden Ländern. Es stellt einen ersten Schritt in Richtung internationaler Zusammenarbeit dar. Zu den 20 Teilnehmenden zählten Vertreter*innen der Insel Spiekeroog, der Gemeinde Norden, des Wattwanderzentrums Ostfriesland sowie Expert*innen aus dem Nationalpark Lauwersmeer, darunter Staatsbosbeheer, die Provinz Groningen, die Gemeinde Het Hoogeland und Sotto le Stelle.

Die Niederlande können durch ihre Auszeichnung seit 2016 auf einen guten Erfahrungsschatz zurückgreifen. Die umfangreichen Informationen zu Bedeutung von Dunkelheit, Effekten auf Tiere, Möglichkeiten zur Förderung von Dunkelheit werden auch den deutschen Partnern zur Verfügung gestellt. Weitere Treffen und Maßnahmen werden im Jahr 2020 fortgeführt.

Durch die Einrichtung einer trilateralen Arbeitsgemeinschaft Dark Sky auf Initiative des Wadden Sea Forum e. V., in die auch die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer eingebunden ist, nahm das Thema zusätzlich an Fahrt auf. Diese tagte erstmalig am 14. Oktober 2019 in Bremen. Neben dem aktuellen Stand und den Planungen von Dark Sky Parks in den Niederlanden, Deutschland und Dänemark stand das Thema Lichtreduktion im gesamten Projektgebiet auf der Tagesordnung.

Die Arbeitspakete

Nachhaltiges Eventmanagement
Nachhaltiges Eventmanagement

Nachhaltiges Eventmanagement

Bei Veranstaltungen im Naturraum wurde deutlich, dass Umweltthemen wie Müllvermeidung, Verzicht auf bzw. Alternativen zu Einweggeschirr etc. noch nicht präsent sind und ein Diskussionpunkt sind. Hier finden Sie Perspektiven und Ansätze zur nachhaltigeren Entwicklung von Veranstaltungen erarbeitet.

Bürgerschaftliches Engagement
Bürgerschaftliches Engagement

Bürgerschaftliches Engagement

Der Schutz des Wattenmeeres kann dauerhaft nur gelingen, wenn er breit gesellschaftlich getragen wird. Ziel der Maßnahme ist es, bei Einheimischen und Gästen im Projektgebiet ein Bewusstsein für das Weltnaturerbe und dessen Schutz zu entwickeln, durch Aktionen zu steigern und sie verstärkt einzubinden.

Verringerung von Lichtverschmutzung
Verringerung von Lichtverschmutzung

Verringerung von Lichtverschmutzung

Neben der aktuell intensiv diskutierten Verschmutzung und Vermüllung der Meere wird auch die Lichtverschmutzung ein immer größer werdendes Problem. Hell beleuchtete Hafen- und Industrieanlagen, Positionslampen von Windkraftanlagen, touristische Einrichtungen und Bauwerke sind nur einige Beispiele.

Typisch Wattenmeer
Typisch Wattenmeer

Typisch Wattenmeer

Innerhalb des Arbeitspaketes soll das Wattenmeer durch authentische, innovative und nachhaltige Angebote erlebbar gemacht werden. Alle bisher umgesetzen Aktionen finden Sie auf "Weiterlesen". Die Webseite wird stetig um Aktionen aktualisiert. Bisher umgesetzt wurde die Social-Media-Themenreihe "Die 7 Watt Wunder", die Sie gerne auf Ihren Social-Media-Kanäle teilen dürfen.

Verknüpfung Natur und Kultur
Verknüpfung Natur und Kultur

Verknüpfung Natur und Kultur

Ziel der Maßnahme ist die intensive, grenzübergreifende Zusammenarbeit von Kulturträgern sowie von kleinen und mittelständigen Unternehmen im Projektgebiet. Auf diese Weise soll eine neue Verknüpfung von Kultur und Natur hergestellt und damit Kulturbegeisterten einen Zugang zum Weltnaturerbe zu verschafft werden.

Smartes Wattenmeer
Smartes Wattenmeer

Smartes Wattenmeer

Für eine zielgerichtete, internationale Ansprache von Gästen und Einheimischen im Wattenmeer benötigt es professionell aufbereitete, moderne Informationen sowie eine stringente Kommunikation und Bildsprache. Dabei müssen die Wattenmeer-Informationen für alle beteiligten Unternehmen und Institutionen für jedes Medium entsprechend aufbereitet werden. Moderne Marketingmethoden werden dabei unterstützend eingesetzt.

Barrierefreie Wattenmeerregion
Barrierefreie Wattenmeerregion

Barrierefreie Wattenmeerregion

Im Rahmen des Arbeitspaketes wird eine Übersichtskarte zum Projektgebiet aufgelegt, die in leichter Sprache die Teilregionen innerhalb des Projektgebietes vorstellt. Zudem wurden im Rahmen der Maßnahme kurze Videos gedreht, die verschiedene Themenkomplexe zum Wattenmeer in Gebärdensprache vorstellen. Die Videos finden Sie unter "Weiterlesen". Diese können Sie gerne auf Ihre Social-Media-Kanäle teilen.

Nachhaltige Mobilität
Nachhaltige Mobilität

Nachhaltige Mobilität

Der Anspruch der Nachhaltigkeit muss für den Gast sowohl bei der Anreise als auch bei der Mobilität innerhalb der Welterberegion gewährleistet sein. Die Möglichkeit, sich auch nachhaltig in der Urlaubsregion bewegen zu können, ist ein essenzielles Angebot für die Region am Weltnaturerbe Wattenmeer.

Projektkommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Projektkommunikation & Öffentlichkeitsarbeit

Projektkommunikation & Öffentlichkeitsarbeit

Neben der Kommunikation gegenüber Gästen und Einheimischen, die mit vielen Maßnahmen/Aktionen ohnehin direkt angesprochen werden, zählen auch verschiedene öffentlichkeitswirksame PR-Aktionen, darunter eine multimediale Visualisierung auf einer Microsite und Presseveröffentlichungen in verschiedenen Medien und Portalen, zu den Aktivitäten der Watten-Agenda 2.0.


Zusammenarbeit mit Europäischen Fördermitteln unterstützen

Das Projekt wird im Rahmen des INTERREG-Programms Deutschland-Nederland durchgeführt und mit EFRE-Mitteln und Geldern des Niedersächsischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung sowie der Provincie Fryslân und Provincie Groningen kofinanziert. Es wird begleitet durch das Programmmanagement bei der Ems-Dollart-Region (EDR).