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Auf den Spuren der Nordhorner Textilgeschichte

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Runtour

Beschreibung

Diese Wanderroute der etwas anderen Art verläuft im Gegensatz zu den meisten anderen Routen nicht durch die Natur, sondern durch den Stadtkern von Nordhorn, was mit Nordhorns Textilgeschichte des 19. Jahrhundert zusammenhängt.

Die Textilindustrie in Nordhorn begann 1939 mit der Eröffnung der ersten mechanischen Weberei. In Folge dessen entwickelte sich Nordhorn zu einem der bedeutendsten und größten Textilzentren Deutschlands.   So stieg die Einwohnerzahl Nordhorns von 2.540 Einwohnern im Jahre 1903   in der Blütezeit der Textilindustrie in den 1950er bis 1970er Jahren auf bis zu 48.000 Einwohner an. 1956 arbeiteten mehr als 11.500 Menschen in Nordhorns Textilfirmen und die Textilindustrie war das bestimmende Element in der Nordhorner Stadtentwicklung.Als Folge der Wirtschaftswunderjahre erreichte die Nordhorner Textilfabrik Povel 1957 mit 3.000 Angestellten ihre höchste Beschäftigtenzahl.

Seit den 1970er Jahren hatte die Textilindustrie allerdings unter einem Strukturwandel und der weltweiten Öl- und Energiekrise zu leiden. Im Oktober 1978 ging Povel als erste der drei großen Nordhorner Textilunternehmen   in den Konkurs. 1.100 Angestellte wurden in die Arbeitslosigkeit entlassen. In den 1980er Jahren wurden dann die Veränderungen im Welttextilmarkt auch für NINO, der damalig größten Textilfabrik, schmerzhaft spürbar. In den darauffolgenden Jahren wurden immer weniger Gewinne erzielt und es kam zu ersten Entlassungen, bis auch NINO 1994 die restlichen 1552 Mitarbeiter entlassen musste und Konkurs anmeldete. Im Jahr 2001 schloss dann mit der Firma Rawe das letzte große Nordhorner Textilunternehmen. Heute sind nur noch Teile der ehemaligen Textilgebäude vorhanden.

Dort, wo einst das weitläufige Povel Fabrikgelände lag, entstand Mitte der 1990er Jahre das neue Stadtquartier Wasserstadt Povel.

Die Wiedernutzbarmachung dieser rund 18 Hektar großen Brachfläche nahe des Stadtkerns hat die Stadt Nordhorn knapp 30 Jahre lang beschäftigt Mit der Umwandlung eines stark belasteten Fabrikgeländes in ein städtisches Wohngebiet erlangte das Projekt „Stadtquartier Wasserstadt Povel“ nach seiner Fertigstellung aber schließlich Modellcharakter für viele Stadtplaner .

Wer mehr zu Nordhorns Textilgeschichte erfahren möchte, kann jederzeit den umgebauten Stau- und Wasserturm auf dem alten Povelgelände besichtigen. In ihm befindet sich die Dauerausstellung „Zeitreise Nordhorn: Grenzstadt – Textilstadt – Wasserstadt “.

Ein weiteres Highlight bietet der alte NINO-Hochbau, der die Dauerausstellung „Menschen, Mode und Maschinen “ beherbergt. Die Ausstellung berichtet über die Textilgeschichte und Textilkultur des ehemaligen Textilzentrums Nordhorn.




Wegbeschreibung

- Die Wegweiser sind in rot gehalten.

Sie können Ihre Tour zum Beispiel an der Städtischen Galerie in Nordhorn, die an die Alte Weberei angrenzt, beginnen. Sie folgen dem Verlauf der Vechte in nordwestlicher Richtung. An der Kreuzung Neuenhauser Straße/Stadtring biegen Sie links ab auf den Stadtring, überqueren die Vechte, folgen ihr dann Richtung Stadtkern und wandern entlang des  Stadtparks. Weiter geht es über die Bahnhofsstraße, dann biegen Sie links ab auf den Frensdorfer Ring, kommen schließlich an der Volkshochschule vorbei und können nun bereits den NINO Hochbau erblicken. Hier lohnt sich ein Besuch der Dauerausstellung „Menschen, Mode und Maschinen“, die wissenswertes über die Nordhorner Textilgeschichte vermittelt. Kleinere Straßen führen Sie dann bis zum Nordhorn-Almelo-Kanal, dessen Verlauf Sie einige Zeit folgen, bis dieser auf die Vechte trifft. Zum Schluss wandern Sie durch Nordhorns sogenanntes "Klein Venedig", bis Sie wieder Ihren Startpunkt erreicht haben.

Routeninfo
  • Statusgeschlossen
  • Strecke6.3 km
  • Dauer01:31 h
  • Aufstieg10 hm
  • Abstieg10 hm
Ausrüstung

Festes Schuhwerk

Besonderheiten

  • Rundtour
  • Einkehrmöglichkeit
  • familienfreundlich

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