Hauptinhalt der Seite anspringen

Auf den Spuren des Bentheimer Goldes

Start

Rundtour

Beschreibung

Die Stadt Bad Bentheim war einst bekannt für ihren qualitativ hochwertigen Sandstein, der wegen seiner Farbe auch „Bentheimer Gold“ genannt wurde.

Der Sandstein hat nicht nur das Ortsbild von Bad Bentheim und seiner Umgebung in unvergleichbarer Weise geprägt, mit ihm verbindet sich auch ein Stück regionaler Geschichte.

Seit dem Mittelalter wurde der Bentheimer Sandstein von Baumeistern zum Bau von Rathäusern, Kirchen, Herrenhäusern und anderen repräsentativen öffentlichen Gebäuden in Norddeutschland, den Niederlanden, Belgien und Dänemark genutzt.

Bedeutende Bauwerke aus Bentheimer Sandstein sind neben der Burg Bentheim, die auf einem der letzten Ausläufer des Teutoburger Waldes hoch über der Stadt thront,   der Königliche Palast in Amsterdam („Paleis op de Dam“), das Theater und die Frauenkirche in Antwerpen, die katholische Kirche in Aarhus, der Kirchturm der Martinikirche in Groningen sowie das alte Rathaus in Münster. Glaubt man dem Volksmund, so besteht der Sockel der in New York stehenden Freiheitsstatue aus Bentheimer Sandstein. Er soll ein Geschenk der Franzosen an die New Yorker gewesen sein.

Bereits seit dem 11. und 12. Jahrhundert wird das Bentheimer Gold in einem der unzähligen Steinbrüche abgebaut. Zur Blütezeit des Bentheimer Sandsteins gab es weit über 20 Steinbrüche. Heute gibt es nur noch zwei   aktive Steinbrüche in der Obergrafschaft. Ein Steinbruch befindet sich   im benachbarten Gildehaus, in dem der beige-farbene „Gildehauser Sandstein“ abgebaut wird, der andere in Bad Bentheim an der Freilichtbühne.

Was früher mühsame und aufwendige Handarbeit war, erledigen heute Bagger und andere schwere Maschinen. Nachdem Löcher in den Sandsteinfelsen gebohrt werden, werden diese mit Quellbeton gefüllt und durch die spätere Ausdehnung brechen dann große, bis zu 25 Tonnen schwere Blöcke aus der Felswand. Diese werden dann zum Transport verladen, um im Nordhorner Steinmetzbetrieb weiter verarbeitet zu werden.

Die Geschichte des örtlichen Sandsteins kann im Bentheimer Sandsteinmuseum, unterhalb der Burg Bentheim im Schlosspark, erforscht werden.

Ein Erlebnis der besonderen Art bietet zusätzlich die Bentheimer Freilichtbühne, die in den Sommermonaten sowohl klassische als auch moderne Bühnenstücke in einem ehemaligen Sandsteinbruch anbietet. Diese außergewöhnliche Naturkulisse ist einzigartig.

Direkt neben der Freilichtbühne befindet sich die Franzosenschlucht. Der Name lässt sich bis ins 18. Jahrhundert zurückführen, als die französischen Truppen, 1795, die Burg Bentheim belagerten. Laut Erzählungen lagerten Sie in der versteckten Schlucht unweit der Burg, der heutigen Franzosenschlucht.

Wegbeschreibung

- Die Wegweiser sind in blau gehalten.

Diese Wandertour können Sie zum Beispiel im Bentheimer Stadtkern, in der Nähe des Schlossparks, starten. Verlassen Sie die Stadt mit der größten Höhenburg Nordwestdeutschlands in südlicher Richtung und begeben sich so in das Gebiet der Bentheimer Berge. Zunächst an kleinen Waldstücken vorbei führt Sie der Weg bald in östlicher Richtung, über die Ochtruper Straße und dann Richtung Norden. Bevor es zurück Richtung Bad Bentheim geht, führt Sie die Route noch in einer Schleife durch ein Waldgebiet und schließlich an der Freilichtbühne im alten Steinbruch vorbei. Nun nähern Sie sich bereits wieder Ihrem Startpunkt, kommen unterwegs aber noch an zwei Aussichtspunkten und dem alten Steinbruch "Schlüters Kuhle" vorbei.

Routeninfo
  • Statusgeschlossen
  • Strecke11.04 km
  • Dauer02:47 h
  • Aufstieg46 hm
  • Abstieg49 hm
Ausrüstung

Wanderschuhe

Besonderheiten

  • aussichtsreich
  • Rundtour
  • familienfreundlich
  • kulturell / historisch

Kartenansicht