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Natura-2000 Radroute

Beschreibung

Die Knotenpunkte für die Tour: 1-10-72-64-6-26-3-7-9-4-45-14-11-89-98-63-13-99-44-70-8-39-15-33-1

Startpunkt ist das Emsland Moormuseum in Groß Hesepe. Das Museum ist eine Moorpforte und verfügt über Europas größte Sammlung und Ausstellung zum Thema Moor. Und – wer kennt ihn nicht? – den Mammut, den weltgrößten Pflug, der Mitte des vergangenen Jahrhunderts Teile des Emslandes und der Grafschaft Bentheim kultivierte. Neben diesen Superlativen hat das Moormuseum auch im Außengelände einiges zu bieten, z.B. die Feldbahn, die die 30 Hektar große Hochmoorfläche am Museum umrundet. Die gewundenen Bohlenwege laden zu informativen Spaziergängen über das Gelände ein.

Jetzt heißt es aber: in die Pedale – fertig – los! Immer den Fietsknotenpunkten nach. So erreicht man zunächst das Geestmoor. Ein Hochmoorprofil direkt am Radweg bietet hier buchstäblich einen Einblick in die Vielschichtigkeit eines Hochmoores, das über Jahrtausende gewachsen ist. Überquert man an dieser Stelle die Twister Straße, fällt direkt eins ins Auge: der neue Radweg, der geradewegs ins Dalum-Wietmarscher Moor führt. Dieses Gebiet ist eines von zwei Natura 2000- Gebieten in der Naturpark-Region, die der Radtour ihren Namen geben. Die Route führt entlang eingezäunter Moorbereiche. Hier weiden Schafe und Ziegen, die als tierische Landschaftspfleger im Moor zum Beispiel aufkommende Birken, die dem Moor Wasser entziehen, abfressen. Damit die Tiere die Flächen nicht verlassen können und Radler trotzdem in den Genuss dieser besonderen Landschaft kommen, sind an einigen Stellen schmale Weideroste im Radweg eingebaut.

Neben den Schafen und Ziegen gibt es aber noch viele weitere Bewohner im Dalum-Wietmarscher Moor, das auch als EU-Vogelschutzgebiet ausgewiesen ist. Dem Rotschenkel, dem Goldregenpfeifer und dem Kiebitz bietet das Gebiet Nist- oder Rastmöglichkeiten. Um sie nicht zu stören, wurde im Kernbereich eine Ruhezone eingerichtet, die für Besucher nicht zugänglich ist. Macht aber nichts! Denn von weitem erkennt man bereits den sechs Meter hohen Aussichtshügel. Dieser bietet, neben einem Picknickplatz in luftiger Höhe, einen wirklich imposanten Blick über das Dalum-Wietmarscher Moor. Übrigens: vor Entwässerung und Torfabbau war die Moorlandschaft in der Region durchschnittlich so hoch wie der Hügel.

Weiter führt die Natura-2000-Radtour über Füchtenfeld, wo im ehemaligen Torfwerk der Firma Ehrenborg ein Schafstall entstehen wird. Hier an der Südwestseite des Dalum-Wietmarscher Moores befindet sich ein Aussichtsturm, an dem man einiges über die Wiedervernässung des Moores und das Moor als Klimaschützer erfahren kann.

Entlang der Niederung der Grenzaa radelt man über Twist-Bült direkt auf den Grenzstein 156 zu. Ab hier heißt es: Amtssprache Niederländisch. Die Route führt entlang der Südostseite des Bargerveens zum Vogelbeobachtungsturm. Das Bargerveen ist das letzte verbliebene Hochmoorgebiet in den Niederlanden und daher etwas ganz Besonderes! Auch das Bargerveen ist Natura 2000-Gebiet. Vogelarten wie der Neuntöter, die Bekassine oder das Tüpfelsumpfhuhn sind hier zu Hause. Libellen und Schmetterlinge glitzern in der Luft, Schlingnattern und Kreuzottern schlängeln sich durchs Moor.

Nächster Stopp auf der Tour: das Erdöl-Erdgas-Museum in Twist. Im Museum laden interaktive Elemente dazu ein, das Thema Erdöl zu entdecken; im Außengelände sind mächtige Anlagenteile aus der Erdöl- und Erdgasförderung zu bestaunen.

Nach 44 Kilometern ist der Startpunkt der Tour, das Emsland Moormuseum, wieder erreicht … und man ist um viele Eindrücke reicher. Wer die Tour abkürzen möchte, kann dies sogar spontan tun. Das Fietsknotenpunktsystem macht´s möglich.

Routeninfo
  • Statusgeschlossen
  • Strecke41.89 km
  • Dauer02:50 h
  • Aufstieg16 hm
  • Abstieg16 hm
Sicherheitshinweise

Baumaßnahme am Bargerveen in Twist. Eine Umleitung ist ausgeschildert. 

Besonderheiten

  • Rundtour

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