Entstehung des Moores

Moore begannen sich in Ostfriesland  mit dem Ende der Eiszeiten zu bilden. Das Schmelzwasser der sich auflösenden Gletscher bildeten riesige Binnenseen. Abgestorbene Reste der darin lebenden Tiere und Pflanzen sanken zu Boden und vermoderten. Langsam verlandeten die Seen. In Ostfriesland bildete auch das atlantisch beeinflusste Klima durch die vielen Niederschlägen gute Vorraussetzung für die Entstehung von zahlreichen Mooren. Viele Ortsnamen erinnern noch heute an diesen weit verbreiteten Naturraum: Neermoor, Wiesmoor, Moordorf sind nur einige Beispiele.

Im 17. Jahrhundert begannen die Menschen die Moore zu entwässern und abzutorfen. Um das Moor zu erschließen wurden überall in Ostfriesland Fehnsiedlungen errichtet (Fehn, Veen, Venn = Moor, Sumpfgebiet). Viele schnurgerade Entwässerungs- und Transportkanäle zeugen noch heute von der Moorkolonisierung. Durch den Torfabbau sind die Moore jedoch stark zurückgedrängt worden. Dadurch wurde auch der Lebensraum der dort lebenden Tier- und Pflanzenwelt stark eingeengt.

Während man früher versuchte die Moore zu entwässern, versucht man heute die Moore mit ihrer einzigartigen Flora und Fauna zu schützen und zu erhalten. Moorlehrpfade, Museen und geführte Moorwanderungen geben Interessierten spannende Einblicke in die einzigartige Moorlandschaft Ostfrieslands.