Schlossmuseum Jever

Jever

Das Schloss Jever, inmitten des Parks, zählt zu den schönsten Baudenkmälern in Nordwestdeutschland.

Aus der von Häuptling Hajo Harlda 1428 geschaffenen, dritten Burganlage mit dem mächtigen runden Bergfried ist vom 15. bis 16. Jh. eine unregelmäßige Vierflügelanlage erwachsen. 1560 bis 1564 ließ die Schlossherrin Fräulein Maria unter anderem den Rittersaal mit einer prächtigen Kassettendecke im Stil des niederländischen Manierismus ausstatten. 1730 bis 1736 erstellte Fürst Johann August von Anhalt-Zerbst den großartigen barocken Turmaufsatz. 1798 wurden innerer Graben und Wall weitgehend eingeebnet und das Gelände als Landschaftspark im englischen Stil gestaltet. 1818 brach man die Gebäude der Vorburg ab. Das heutige Erscheinungsbild mit den beiden Torhäusern und der an die italienische Renaissance erinnernden Fassade des Historismus ist um 1830 entstanden. Seit 1921 befindet sich im Schloss ein Museum. Es präsentiert die seit 1887 aufgebauten und durch viele Stiftungen bereicherten Sammlungen. In historischen Räumen wird ein Überblick über die Wohnkultur des 16. bis 19. Jahrhunderts gegeben. Das Schlossmuseum ist inzwischen in die Trägerschaft eines Zweckverbandes übergegangen, der vom Landkreis Friesland, der Stadt Jever und dem Jeverländischen Altertums- und Heimatverein gebildet wird. Die vielfältigen Aufgaben des Museums werden von einem Freundeskreis unterstützt. Schwerpunkte der Museumsarbeit sind Sammlungen zur Kulturgeschichte, Volkskunde und Archäologie des Jeverlandes. Die Sammlung des Museums ist vielseitig. Aus nahezu allen Bereichen der Lokalgeschichte wurden Objekte, Archivalien und Bücher zusammengetragen. Es entstand eine vielfältige, inhomogene Sammlung, die neben Zeugnissen hochherrschaftlicher Kultur auch bäuerliches Arbeitsgerät aufweist sowie skurrile Einzelstücke besitzt. Unser Bilderbogen zeigt einen Querschnitt durch die zahlreichen atmosphärischen Räume des Hauses. Weitere Informationen können Sie dem neuen Museumsführer entnehmen.

Und wo in Jever genau?